"™ffentlich arbeiten." (In ™ffentlich arbeiten, pp. 34-38.) 34. [On literature as scoial autobiography:] "Meinen Stoff habe ich in meinem Augen und Ohren, er sitzt unter meiner Haut, da er mir tief unter die ging. Wie immer ist es der Balken im Auge, der Pfahl im eigenen Fleisch. Auch die knftige Literatur wird von dem reden, was Individuen betraf, betroffen machte. Sie wird Autobiografie sein, keine private, aber doch pers”nliche, keine repr„sentative, aber doch gesellschaftliche Autobiografie. Mitteilungen von Individuen ber diese Individuen in der Welt, einer Welt, die ich nach meinen Kenntnissen, F„higkeiten, Haltungen mir aneignete, da bin ich." 35. "Kultur, ob wir diesen Begriff eng oder weit fassen wollen, bedarf der ™ffentlichkeit. Jedwede Restriktion beschr„nkt sie nicht allein, sondern h”hlt sie aus. Es gab in den vergangenen Jahren maánahmen bei uns -- getroffen wohl in bester Absicht --, um die brgerliche Kultur in einigen ihrer Erscheinungen nicht wahrhaben zu mssen, ihnen durch verbote zu entkommen. Ein untauglicher Versuch, von dem man glcklicherwiese Abstand nimmt. Verbote k”nnen Bedrfnisse nicht regeln, sondern bewirken lediglich, daá sich diese Bedrfnisse auf andere und zum Teil paradoxe Art bewegen." 36. "Unsere Kultur muá sich an anderen Kulturen bilden und erweisen, oder sie wird uns unbegreifbar sein. "™ffentlichkeit ist nicht eine Bewegungsform von Kultur, sondern ihre Voraussetzung. ™ffentlichkeit, das heiát nicht `eingeschr„nkte ™ffentlichkeit,' ein Begriff, der in sich widersinnnig ist. Und es heiát auch nicht `™ffentlichkeit fr Ausgew„hltes'. "Selektierte Kultur ist das Gegenteil von Kultur. Wenn die Auseinandersetzungen fehlen oder hinterverschlossenen Tren gefhrt werden, die Entscheidungen von der Gesellschaft getrennt sind, dann fehlt uns nicht allein dieser Teil, die gesamte Kultur verarmt, verdorrt. "Kultur ist unf„nglicher als das, was uns nptzlich, bequem, angenehm scheint, und sie stirbt mit jeder Beschr„nkung. Denn nicht die bewunderte, erfolgreiche Arbeit des einzelnen ist Kultur, sondern die gesamte geistige Arbeit eines Volkes, inbegriffen die Arbeit der Spezialisten, der Knstler. Und in dem Maá, wie diese gesamte Arbeit ”ffentlich ist, haben wir Kultur." 37. "Ich glaube jedoch, daá eine eingeschr„nkte ™ffentlichkeit eben keine ™ffentlichkeit ist." [Should "™ffentlichkeit" be translated as "freedom of expression"? Or what?]