Dietrich L”ffler. "Christoph Heins Prosa -- Chronik der Zeitgeschichte." Weimarer Beitr„ge. 33 (1987), 9. Pp. 1484- 1487. 1484. [On changes in the way DFF has been read:] "An der Diskussion um den Fremden Freund konnte man beobachten, wie sich die Lesart der Novelle allm„hlich „nderte. Standen die ersten Reaktionen noch ganz unter dem Eindruck der Selbstdarstellung Claudias, so machten sich die sp„teren Interpretationen von ihrer Suggestivit„t frei, wiesen auf die Widersprche in Claudias Aussagen hin, suchten nach dem, was sie verbirgt oder nicht ausspricht, und kamen so zu einem neuen Verst„ndnis der Erz„hlung." [Followed by complaint that the same process has not been allowed to happen with HE.] "[Der Leser] bemerkt auch die unstillbare, tiefe Sehnsucht nach dem unverstellten Leben, das sie ein einziges Mal, in derGestalt des sch”nen M„dchens Hella, anrhrt. Als sie nach dem Tode Henrys erneut in die Ferien f„hrt, hofft sie, sie wiederzutreffen. Vergeblich, ihre Freunde k”nnen sich nicht einmal mehr an sie erinnern. Mit dieser Episode endet die Geschichte! Das sich anschlieáende Mir-geht-es-gut-Resmee soll diese Sehnsucht zurckdr„ngen. Aus diesem widersprchlichen Verh„ltnis ist auch die Novelle insgesamt zu verstehen." 1485. Henry is a counter example, a person who thinks he controls life, rahter than fearing he is incable of it. But Henry's "life" vision is nothing more than moveie and TV cliches. "Ich kenner kein anderes Werk der gegenw„rtigen DDR-Literatur, in der das existentielle Problem eines Menschen so strikt als die Konsequenz eines politischen Ph„nomens, n„mlich des Faschismus verstanden werden muá." [!!!!!!!!!!!!!! Not a word about Stalinism, of course.!!!!!!!!!!!!!!!] 1485-1486. "Heins Erz„hlungen ist verschiedentlich Geschichtslosigkeit vorgehalten worden. Ich halte diesen Vorwurf fr v”llig verfehlt. Um es durch Zuspitzung deutlich zu machen: Claudias Probleme k”nnen nur als Probleme der Nachgeborenen verstanden werden. In ihrer Gestalt ist die Geschichte als historischer Prozeá, als wirksamer Vorgang ernst genommen. Heins Erz„hlungenwidersetzen sich nicht geschichtlichem Verst„ndnis, sondern ideologischen Konstruktionen, die mit dem Ende der faschistischen Herrschaft und dem beginnenden Aufbau sozialistischer Verh„ltnisse einen absoluten Wandel [1486] menschlicher Verhaltensweisen herbeiwnschen. Das gilt fr den Fremden Freund ebenso wie fr Horns Ende." [This article is a strange mix of non-sense non-sequiters, like the claims about DFF being a book expressly about Fascism, and the much more logical, and somewhat contradictory claim, that the hostile critics who see no "history" in the book are merely seeing no "ideology." Is L”ffler trading one statement for the other here, in order to get the article published?] As in DFF, the characters in HE "wachsen oder scheitern" according to their relations with other people. [Horn as the occasion for Nachdenken:] "Die Anlage des Romans: das Erinnern an Horn als Einsatz in das Erinnern bringt es nun mit sich, daá der Leser geneigt ist, direkt und st„ndig eine Beziehung Horns auf die Lebensgeschichten der Erz„hler herzustellen. Darin steckt die Gefahr des Miáverst„ndnisses, Horn, der selbst nur durch andere zu Wort kommt, in moralischer und politischer hinsicht als Maástab fr die Beurteilung dieser andern einzusetzen. Er ist dieser Maástab nicht. Sein Rckzug auf die Wahrheit als Anstraktum macht ihn nicht nur untauglich, der politischen Intrige gegen ihn zu widerstehen, es macht ihn auch untauglich, zu anderen menschliche Beziehungen einzugehen."