"Der Fremde Freund von Christoph Hein: Fr und Wider." WB 29(1983)9, pp. 1635-1655. (Short essays by several critics.) BERND LEISTNER (1642-45) Discussion of the finished artistry of the novel, i.e. the observable motifs and the way they organize and justify virtually every detail. Major motifs mentioned: Das Filzhut-Motiv Das Foto-Motiv Das Ehe-Motiv Das Rechtfertigung-von-Verdr„ngungsvorg„ngen ("I'm just fine") Motiv Das Briefkasten-Motiv (1642-44) L. says that Hein's position respecting the book and its main character is quite clear, even to the point of excess (as in the last 20 lines of the book, which are said to be too blatant). (1644) "Freilich, es ist der Prosaautor Hein, der sie [Claudia], als seine Hauptfigur, die Feder fhren l„át. Er organisiert ihren Text, sorgt fr dessen Wesentlichkeit und [1645] dessen bezeichnende Polyphonie, komponiert ihn zu einem bedeutenden Ganzen. Und diese art des Umgangs mit Empirischem, seine Aufnahme ins Kunstwerk nach Maágabe streng formenden Willens macht denn auch die bergreifende Nachricht aus, die die Novelle Der fremde Freund entl„át: Den tristen Stoff verarbeitete Hein auf eine Weise, daá sich im kunstvoll verfertigten Produkt ein undezimiert gebliebener h”chster Anspruch manifestiert. Die Sehnsucht, die schlieálich Claudia sich eingesteht, richtet sich auf die Freundin ihrer Kindheit; es ist die -- uneinl”sbare -- Sehnsucht `nach der Kinderliebe'. Der Novellist hingegen bezeugt und vergegenst„ndlicht ein humanes Verlangen, das auf nichts weniger als auf die Gestalt einer befriedigenden Ganzheit zielt. Sein Kunst-Stck ist unverlogen -- und idealisch zugleich." (1644-45). Hence Claudia is a redeemable figure potentially is not actually, and Hein has a kind of sympathy for her. ************** "Der Fremde Freund von Christoph Hein: Fr und Wider." WB 29(1983)9, pp. 1635-1655. (Short essays by several critics.)