"Der Fremde Freund von Christoph Hein: Fr und Wider." WB 29(1983)9, pp. 1635-1655. (Short essays by several critics.) KLAUS KŽNDLER (1639-42) ("fr") K. finds it typical of Hein that the dates for the events in the book are made subtly explicit -- it takes place in 1981, the 40th year of the author, who was therefore born in 1941. Hein is careful to place his stories in a historical context. (what about Ah Q?) The attitude of the narrator toward time is peculiar; she mentions the beginning of Summer (daylight- savings) Time and then describes her life as a horrible sort of organic clock. Her view of time is shaped by her asocial attitudes. Her embrace of the steadily swinging pendulum as the symbol of time and her corresponding philosophy of life (disturbances are to be avoided at all costs) emerges from a complete lack of connection with other people. Its locatable cause should prevent an over-hasty condemnation of the book. (1639). Acknowledgement that the novel, apart from the opening dream, is structured around the death of Henry, which occasions the narration. (1640) Not much seems to be made of this. Since nobody in the novel embodies a contrary point of view to Claudia's (a questionable assertion), the question is "ob das `Wider', das da anzumelden w„re, vom Gegenstand der Novelle auf den Autor zu bertragen notwendig sei, als Einspruch gegen solche Darstellung eines Menschen unserer Gegenwart. . . . Das `Wider' muá sich also auf diese Claudia und sicher auf ihren `fremden Freund' Henry richten. . . .Ein `Fr', n„mlich ein `Fr' fr dieses Werk, máte dann allerdings unterstellen, der Leser befinde sich damit in voller šbereinstimmung mit dem Autor." (1640). After comparing the dream to the narration, and noting that in the dream we get the fear that is suppressed throughout the narration itself: "Mithin w„re die Novelle zu lesen als ein Einspruch des Autors gegen ein Leben und gegen eine Haltung, wie sie da vor den Leser hingestellt sind. "Freilich, einen solchen, nirgends verbal festzumachenden kritischen Impetus fr jenes `Fr' zu buchen, ist nicht ganz problemlos. Die scheinbare oder auch wirkliche Illusionslosigkeit der Ich-Erz„hlerin wird vorgetragen in einem nchtern-sachlichen Stil, der, weil meist leidenschaftslos beschreibend, im Grunde verfremdend wirkt. Wenn sich beispielweise die `allt„glichen Abziehbilder' ber die Vergangenheit schieben und die Erinnerung irritieren, dann bringt das n„mlich den Nachteil mit sich, daá der Leser eigentlich nur wenig von den Umst„nden erf„hrt, die zu dem So- Sein dieser Claudia letztlich gefhrt haben. Es werden einige Umst„nde mitgeteilt, die durchaus Bindungslosigkeiten motivieren k”nnten, nicht aber deren vorgestelltes Ausmaá, nicht deren hier gezeigte Totalit„t." (1641). Thus it really is impossible finally to evaluate the author's viewpoint? Hein's central figure is typical of many contemporary DDR- writers central figures. "Die von einem Ich-Erz„hler aus strukturierte Lebensbeschreibung, die Entwicklung teilweise bis in die Nachkriegszeit zurckverfolgt, findet sich bei Uwe Saeger und bei Frank Weymann, bemerkenswerterweise werden auch dort Gestalten vorgefhrt, auf die das Wort `Held' eigentlich nicht anwendbar ist. Peter Hacks sagte in seiner Laudatio auf Christoph Hein: `Er geh”rt zu jenen wenigen, die mit der Sprache keine Sorgen haben. Christoph Hein hat Gewalt ber Worte. Sein Problem was der Inhalt, der ja jedenfalls das leichtere Problem ist.' Darf man das auf noch weitere Autoren der ann„hernd gleichen Generation bertragen, ohne gleich eines unangemessen Rufs nach dem Positiven sich schuldig zu machen?" (1641). (I can't quite decipher this last sentence). Anyway, regardless of evaluations, K. states that this book is an important contribution to "eine stark aufgepr„gte Tendenz gerade unserer neuren Prosaliteratur." (1642).