Frank H”rnigk. "Christoph Hein: Cromwell: `Geschichte ist das Interesse an uns. . . ." Weimarer Beitr„ge, 29, 1 (1983): 33-39. 34. [Problem of defining "generations" of writers in the GDR.] "Christoph Hein ist eine vielseitige Begabung. šber seine Prosa, seine essayistischen Arbeiten zu screiben lohnt ebenso wie dieser Versuch einer Ann„herung an eines seiner Dramen. Wenn ich mich dabei fr Cromwell entschieden habe, so vor allem deshalb, weil es gerade diese Arbeit war, die den Prozeá des ”ffentlichen Nachdenkens ber einen sogenannten `jungen' Autor entschieden ausl”sen half, der 35 Jahre alt war und seit ber zehn Jahren schrieb,C als sein Schauspiel 1978 in Theater der  Zeit erstmals abgedruckt wurde." Mention of "Nachwort" on the play in the original GDR edition, Cromwell und andere Stcke (Berlin & Weimar: 1981) by Rudolf Mnz. 35. "Daá Christoph Hein diese besondere Ebene geschichtlicher Erfahrungen [of the English Civil War's failure to follow through on its initial promise] im Text durchaus auch als allgemeine Gesetzm„áigkeit der Entwicklung der Klassengesellschaft parat h„lt, ist nur konsequent, l”st aber weniger den Widerspruch des Stckes auf, als daá es ihn formuliert. Cromwell belegt fr mich in diesem Sinne nicht trotz, sondern gerade wegen seines Formats zur `strengen Historisierung' die Leistungsf„higkeit und Assozionkraft eines poetischen Ansatzes, der aus solcher Mitte souver„n auf Verallgemeinerung zielen kann, dabei nicht in provinzieller Enge oder augenzwinkernder Anzglichkeit befangen bleibt, vielmehr Welthaltigkeit zeigt, ganz der Gr”áe seiner Metapher vertrauend." Characterization of Cromwell indebted to Bchner's Robespierre. 37. [Functions of diction shifts and anachronisms.] "Eine ber weite Strecken an Shakespeares Drama geschulte Diktion wird immer wieder, genau dosiert, von sprachlichen Aktualismen durchbrochen. Produziert wird auf solche Weise st„ndig die Aufsplitterung des Stoffes. So geschehen in der Schilderung der City mit dem `gefrchtete[n] Londoner Smog' (S. 52), den `Industrieschloten' oder dem Verweis auf die Macht der Presse, des Observer beispielweise. Der Herausfall aus dem allgemeinen Gestus des Dialogs ist deutlich, er erweitert sich bis zur sprachlich aktualisierten Umschreibung auch komplexer politischer Sachverhalte. Ins Spiel gebrachte Begriffe wie `companeros', `Soldaten der Revolution' (S. 57), aber auch das Bild der fr die Bev”lkerung zurckgehaltenen Lebensmittel schaffen und erweitern neue Assoziationsr„ume, betonen den bergreifenden Prozeácharakter durch die `Fragmentarisierung' des geschlossenen Vorgangs." [Debt to Heiner Mller; dialog as code between viewer and author, not as naturalistic device.] "Der Bezug zur Dramaturgie Heiner Mllers ist offensichtlich. Wie bei ihm ver„ndert sich bei Christoph Hein mit dem allgemeinen Bedeutungswandel beziehungsweise -verlust des unmittelbaren Handlungsgeschehens auch der Dialog. Seine Funktion im Drama wird neu debattiert. Aus dem Mittelpunkt herausgefallen ist das direkte Gegeneinander-Handeln von Figuren. Das heiát, worber die Figuren miteinander reden, erw„chst nicht mehr vor allem aus ihrer Gebundenheit an eine dramatische Geschehen pr„gende Konfliktstruktur, sondern zielt weit mehr auf Abl”sung. Dadurch wird der Dialog gleichsam freigesetzt, wird zu einem an den Zuscahuer gerichteten Code, auch wenn ber weite Strecken die Fiktion des Dialogs bewahrt bleibt. Was dabei im Spiel w„chst, ist eine Metaphernkette, sich in ihrer Bedeutung weit mehr in Bildern, das heiát in der bildsprachlichen Gestaltung von Motiven oder Motivketten jenseits der konkreten Aktion der Handlung, manifestiert als in der Aktion selbst." Ladybird reminiscent of both the Shakespearean fool and the Brechtian epic narrator. 38. "Zwar ist Ladybird nicht der, der das Spiel macht, er h„lt nicht die F„den in der Hand, durch die die Puppen zum Tanzen kommen, wohl aber scheint er die allgemeine Mechanik der Apparatur zu kennen, hintergrndig, im auffordernden Einvernehmen mit den Zuschauern." [H”rnigk likes this word "provoziert" better than "Koproduktion -- why?] "Diese Ansprache der Figur richtet sich sowohl an die Akteure des Spiels -- ihnen diktiert Ladybird als Mitspieler und Regisseur den Fortgang der Handlung -- als auch an den Zuschauer. Dem schreibt er zwar nichts vor, aber er provoziert sein Nachdenken."